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BÖHRET SEHMSDORF
Rechtsanwälte Wirtschaftsprüfer Steuerberater

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Begriffe

Expatriats

Unter einem Expatriaten, kurz Expat, versteht man eine Fachkraft, die von dem international tätigen Unternehmen, bei dem sie beschäftigt ist, vorübergehend – meist für 1–3 Jahre – an eine ausländische Zweigstelle entsandt wird. Umgangssprachlich werden unter Expatriaten gelegentlich auch Migranten verstanden, die in einem anderen Land nur für begrenzte Zeit leben, weder die Kultur dieses Landes assimilieren noch dessen Staatsbürgerschaft anstreben, und planen, später in ihr Herkunftsland zurückzukehren.

GDPdU

GDPdU steht für Grundsätze zum Datenzugriff und zur Überprüfbarkeit digitaler Unterlagen. Sie enthalten Regeln zur Aufbewahrung digitaler Unterlagen und zur Mitwirkungspflicht der Steuerpflichtigen bei Betriebsprüfungen. Es handelt sich dabei um eine Verwaltungsanweisung des Bundesfinanzministeriums. Sie konkretisiert bestimmte Rechtsnormen aus der Abgabenordnung und dem Umsatzsteuergesetz zur digitalen Aufbewahrung von Buchhaltungen, Buchungsbelegen und Rechnungen.

Gründungsprüfung

Eine Gründungsprüfung schafft die rechtlichen Voraussetzungen für den Start eines neuen Unternehmens. Sie konzentriert sich insbesondere darauf, das angemessene Verhältnis aus Leistung und Gegenleistung bei Sacheinlagen und Sachübernahmen zu dokumentieren.

IFRS

Die International Financial Reporting Standards sind internationale Rechnungslegungsvorschriften für Unternehmen. Herausgegeben vom International Accounting Standards Board (IASB) sollen sie international vergleichbare Jahres- und Konzernabschlüsse ermöglichen – unabhängig von nationalen Regelungen. Die IFRS sind in vielen Ländern zumindest für kapitalmarktorientierte Unternehmen vorgeschrieben.

Jahresabschluss

Den Jahresabschluss ist ein Kernbestandteil der kaufmännischen, laufenden Rechnungslegung. Er dokumentiert periodisiert die finanzielle Lage und den Erfolg eines Unternehmens.

KLR

Die Kosten- und Leistungsrechnung (KLR) (auch „Kosten- und Erlösrechnung“ (KER), „Kostenrechnung“ (KoRe) oder „Betriebsergebnisrechnung“) gehört zum internen Rechnungswesen. Sie stellt vor allem Informationen zur kurzfristigen operativen Planung der Kosten und Erlöse sowie deren Kontrolle bereit. Dazu werden Plan-, Soll- und Istdaten miteinander in Bezug gesetzt. Die langfristige strategische Planung basiert dagegen auf der Investitionsrechnung.

Konzernabschluss

Der Konzernabschluss ist der konsolidierte Jahresabschluss aller Unternehmen unter einheitlicher Leitung oder unter beherrschendem Einfluss der Konzernmutter. Neben ordentlichen Bilanzen wie die gesetzlich erforderliche Jahresbilanz existieren noch viele andere Bilanzformen. Diese Sonderbilanzen kommen unregelmäßig oder einmalig zur Anwendung, etwa zu besonderen rechtlichen oder wirtschaftlichen Anlässen wie Kapitalerhöhungen, Liquidationen oder Fusionen. Sowohl Sonderbilanzen als auch ordentliche Bilanzen unterliegen je nach Rechtsform des Betriebs speziellen Rechtsvorschriften.

Management-Letter

Ein Management-Letter fasst die Stärken und Schwächen in Rechnungswesen, Controlling und anderen Unternehmensbereichen zusammen, die nicht berichtspflichtig sind.

MBI

Unter Management Buy In versteht man die Übernahme eines Unternehmens durch ein externes Management oder die Übernahme mithilfe eines Investors durch ein fremdes Management.

MBO

Management Buy Out steht für den Eigentümerwechsel eines Unternehmens. Hierbei erwirbt das Management die Mehrheit des Kapitals vom aktuellen Eigentümer bzw. von den Eigentümern. Eine Sonderform stellt der Employee-Buy-out dar – dabei übernimmt die Belegschaft das Unternehmen.

Nachgründungsprüfung

Sie soll ein Umgehen der engen Vorschriften zur Sachgründung verhindern und wird bei bestimmten Geschäften der Aktiengesellschaft mit den Aktionären oder fremden Dritten notwendig.

Selbstanzeige

Eine Selbstanzeige kann ein Rettungsanker sein: Das Steuerrecht bietet reuigen Straftätern die Chance rückwirkender Straffreiheit. Taten, die bereits entdeckt wurden, können nicht mehr angezeigt werden. Straffreiheit kann nur erwartet werden, wenn viele spezielle Formalien beachtet werden. Falsche Angaben in der Steuererklärung müssen nicht nur vollständig und wahrheitsgemäß berichtigt werden; die Steuer muss auch tatsächlich bezahlt werden.